
„Auf diesen blinden Hass
darf Hass keine Antwort sein.
Hass schürt nur neuen Hass.
Unseren Hass bekommt ihr nicht.“
Chr. Card. Schönborn


„Auf diesen blinden Hass
darf Hass keine Antwort sein.
Hass schürt nur neuen Hass.
Unseren Hass bekommt ihr nicht.“
Chr. Card. Schönborn


Die Arbeiten in unserer Stiftsbibliothek haben es sogar bis ins Lokalfernsehen geschaft.
Sehen sie hier einen Beitrag von salzi.tv: Stiftsbibliothek Lambach neu katalogisiert

Am Freitag, den 9. Oktober, haben wir besonders der Familie der Grafen von Wels-Lambach gedacht. Die Familie unseres Gründerbischofs, des Hl. Adalbero, hat die Grundlage für unser Kloster gegeben. Deshalb beten wir Lambacher Mönche jährlich am 9. Oktober in besonderer Weise für unsere Stifter. Das Stundengebet dieses Tages ist dem Totengedenken gewidmet, die Heilige Messe wird an diesem Tag als Requiem (Totenmesse) für die Familie der Traungauer Grafen gefeiert.
Heuer ist dieses Requiem mit der monatlichen Hl. Messe am Grab des Hl. Adalbero zusammengefallen. Als stille Bitten entzünden wir vor seinem Reliquienschrein Kerzen, die bis zum Abbrennen dort leuchten.
Arnold II. von Wels-Lambach († 1055), erhielt 1035 die Markgrafenwürde in der Mark an der Mur. Er widmete seine Stammburg zu einem Kollegiatstift um. 1050 fand in der Lambacher Burg ein Gemetzel statt, dem seine Frau Regilla von Verdun und seine Söhne Gottfried und Arnold III. mit Gattin Hazecha zum Opfer fielen. Arnold selbst starb 1055. Sein letzter überlebender Sohn, Bischof Adalbero von Würzburg, wandelte das Kollegiatstift 1056 in ein Benediktinerkloster um.
Gottfried von Pitten († 1050), Sohn Arnolds II., schlug 1042 die eingedrungenen Magyaren und erhielt von Kaiser Heinrich III. die Grafschaft Pitten mit reichem Eigenbesitz. Ab 1042 war er warscheinlich Mit-Markgraf in der Mark seines Vaters. Die Markgrafschaft ging 1056 an den Traungauer Otakar, ebenso Teile seiner Besitzungen im Traungau sowie im Enns- und Paltental.

Vergangenen Sonntag, am 23. September, haben wir das jährliche Fest unseres Hl. Gründers, Bischof Adalbero gefeiert. Wegen der besonderen Umstände dieses Jahres wurde der Festgottesdienst im Stiftshof gefeiert. Fast 200 Personen konnten mit genügend Abstand zueinander auf neu angeschafften Sesseln mitfeiern. Eine verkleinerte Abordnung des Stiftspfarrchores gestalltete mit einer Sopranistin und einem Musikerensemble die Eucharistiefeier. Weil die übliche Reliquienprozession aufgrund der geltenden Vorschriften nicht stattfinden konnte, wurde der Reliquienschrein nur durch den Konvent in das Stiftsportal gebracht. Dort haben wir die Fürsprache unseres Heiligen für unsere Stiftspfarre und unsere Gemeinden erbeten. Die Marktmusikkapelle umrahmte diesen Teil der Feier in der gewohnt festlichen Weise. Anstelle der sonst üblichen Agape nach dem Gottesdienst, gab es für alle Mitfeiernde eine Kerze mit dem Bild des Heiligen zum Mitnehmen.
Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder in der gewohnten Weise feiern können und auch das übliche Gartenfest stattfinden kann.

Am Montag, 7. September, hat in unserem Stiftshof eine neue Filiale der Veritas Buch- und Kunsthandlung eröffnet. Gleichzeitig wurde auch der Empfangsbereich unseres Klosters an diese leicht zu erreichende Stelle im Stiftshof verlegt. Abt Maximilian und P. Prior Jakob haben sich gleich in den ersten Minuten bei der Filialleiterin Frau Roschanz mit Blumen eingestellt. Auch unser Mitarbeiter Herr Schöberl freut sich über die neue, zentral gelegene Arbeitsstelle.
Nach einiger Zeit gibt es so in unserem Ort wieder ein Fachgeschäft für Bücher und Papierwaren. Das reiche Angebot an religiöser Kunst passt ausgezeichnet in unser geistliches Haus, die große Auswahl an Lernhilfen und Kinderliteratur ergänzt und hilft unseren Stiftsschulen und den öffentlichen Schulen in unserem Ort.

Unter fachkundiger Anleitung von Fr. Dr. Grafinger arbeiten 5 Studierende der Universität Augsburg in unserer Bibliothek. Eine Dame und vier Herren sichten Buch für Buch im historischen Bibliothekssaal, sie bereiten die Erfassung der Bestände in einem Bibliotheksverbund vor. Zwei bzw. sogar vier Wochen leisten die fleißigen und kompetenten Studierenden diese Arbeit freiwillig gegen Kost und Logie im Kloster. P. Prior Jakob als Stiftsbibliothekar und P. Severin als Gastmeister bemühen sich den Aufenthalt so angenehm und bereichernd wie möglich zu gestalten. Bereits mehrere große und kleine Schätze und Überraschungen konnten gefunden werden.
Frau Dr. Grafinger ist pensionierte Leiterin der Handschriftenabteilung in der vatikanischen Bibliothek. Regelmäßig unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg. Nach einer Exkursion durch mehrere Benediktinerklöster mit mittelalterlicher Geschichte letztes Jahr entstand die Idee, im Rahmen eines universitären Praktikums diese wertvolle Arbeit in unserer Bibliothek zu leisten.
Durch die Wirren des Krieges ist uns der Katalog unserer historischen Buchbestände abhanden gekommen. Dadurch ist dieser Bestand so gut wie unbenutzbar. Bisher musste unser Augenmerk darauf gelegt werden, Bücher und Bibliotheksraum in gutem Zustand zu halten. Die Österreichische Ordenskonferenz plant einen Zusammenschluß der Klosterbibliotheken in einem eigenen Bibliotheksverbund mit modernem Bibliotheksprogramm. Deshalb macht es nun auch für uns Sinn unsere Bücher nach fachlich korrekten Kriterien aufzulisten, damit sie dann gut in den neu entstehenden Verbund intergriert werden können.
Stiftsbibliothek
Großer & Kleiner Bibliothekssaal
Bericht in Tips Wels-Land
Beitrag in der Bezirksrundschau
TV-Beitrag von salzi.tv


Hier die Vorankündigung:
„Traun und Ager bei Lambach
Die Ager ist ein rund 35 km langer Fluss in Oberösterreich und entspringt aus dem Attersee, dem größten Salzkammergutsee. Nachdem sie das ganze nordwestliche Salzkammergut entwässert hat, mündet die aus dem Attersee kommende Ager bei Lambach in die Traun. Wir stellen die beiden vielseitigen Reviere vor.“
Hier ein Link zur Präsentation des Verlages.


Stiftsführungen finden derzeit ausschließlich ab 4 bis max. 9 Personen gegen Voranmeldung per Telefon oder e-mail statt.
Die romanischen Fresken sind derzeit nicht zu besichtigen. (Keine Durchlüftungsmöglichkeit zur Coronaprävention.)
Wir bitten höflich um Verständnis!


Da der heurige Betriebsausflug nicht stattfinden konnte, haben wir Sie bei einer Grillparty im Sommerrefektorium geehrt.

