Stiftskirche Mariä Himmelfahrt

Beeindruckende Stuck- und Bildhauerarbeiten

Der von 1652 bis 1656 erfolgte frühbarocke Kirchenneubau besticht im saalartigen Inneren mit hervorragenden Stuck- und Bildhauerarbeiten und den schönen, 1698 vollendeten Deckenfresken von Melchior Steidl.

Der mächtige Hochaltar als Säulenaltar füllt den gesamten Chorschluss. Der Altar wurde in Anlehnung an den Hochaltar der Basilika von Mariazell nach einem Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach von Antonio Beduzzi geplant und 1716/1717 ausgeführt. Das beeindruckende Altarbild „Mariä Himmelfahrt“ stammt von Joachim von Sandrart (1652-1655) und war Bestandteil des alten Altares.

Maria, in den Himmel aufgenommen

„Mariä Himmelfahrt“ oder „Mariä Aufnahme in den Himmel“ ist eines der ältesten christlichen Hochfeste und wird jährlich am 15. August gefeiert. Maria, Jesu Mutter, ist nach ihrer Bestattung von Christus in den Himmel gerufen worden, „mit Leib und Seele“, wie es in dem 1950 von Papst Pius XII. verkündeten Dogma wörtlich lautet.

Die katholische Kirche feiert Mariä Himmelfahrt – also das Patrozinium des Stiftes und der Pfarre Lambach – traditionell mit einer Kräuterweihe, die Krankheit und Unglück fernhalten soll. Kräuter werden zu einem Bündel verschnürt, während des Gottesdienstes geweiht und zu Hause getrocknet.

Für jenes Kräuterbündel sind sieben Hauptkräuter vorgesehen: Arnika, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Salbei, Spitzwegerich und Wermut. Die Verbindung zur Jungfrau Maria erklärt sich aus einer Legende, die besagt, dass das leere Grab Marias einen Kräuterduft ausgeströmt habe.

Daten & Fakten

  • frühbarocker Neubau von 1652 bis 1656
  • von Künstlern Melchior Steidl & Johann Bernhard Fischer von Erlach gestaltet
  • Patrozinium am 15. August
  • Brauchtum Kräuterweihe

Hochaltar Mariä Himmelfahrt (c) THE BEST Kunstverlag

Impressionen

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