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„Stift Lambach in der Frühen Neuzeit – Frömmigkeit, Wissenschaft, Kunst und Verwaltung am Fluss"

Herausgeber
Klaus Landa, Christoph Stöttinger und Jakob Wührer

Fakten
Tagungsband zum Symposion im November 2009, OÖ Landesarchiv, Linz 2012, ISBN 978-3-902801-10-4, 686 Seiten, Hardcover, viele farbige Abbildungen

Inhalt
Der Sammelband umfasst 25 Beiträge zu einer großen Bandbreite von Themen: Die Sozialstruktur des Konvents wird ebenso behandelt wie das Alltagsleben im Kloster, dessen wirtschaftliche Stellung, Schriftlichkeit und Archivgeschichte, die Pflege sowohl der Naturwissenschaften als auch der historischen Gelehrsamkeit, konfessionelle Konflikte und Verfolgungen, die sozial- und frömmigkeitsgeschichtliche Rolle von Bruderschaften und Spitälern sowie die Bedeutung des Stifts für Kunstformen von Architektur über Bildhauerei bis zu Musik und Theater. Abgerundet wird das Panorama von einem bemerkenswerten Text des Schweizer Historikers Peter Hersche zum Thema „Klosterkultur im Barock“ in europäischer Perspektive. Der umfangreiche Band von fast 700 Seiten glänzt mit zahlreichen Abbildungen in exzellenter Qualität.

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ordensgeschichte.hypotheses.org

„Benediktinerstift Lambach im Dritten Reich 1938-1945 – Ein Kloster im Fokus von Hitlermythos und Hakenkreuzlegende“

Herausgeber
Johann Großruck

Fakten
Wagner Verlag, Linz 2011, ISBN 978-3-902330-62-8, 810 Seiten, Softcover, zahlreiche Abbildungen

Inhalt
Seit der Gründung im Jahre 1056 war die Existenz der Benediktinerabtei Lambach in OÖ nie so ultimativ in Frage gestellt wie in der Zeit des Nationalsozialismus (1938-1945). Von Beginn an griff das NS-Regime auf die Ressourcen des Stiftes zu und ging gegen die Mönche mit Repressalien vor. Von Gestapo-Verhören, Verhaftungen, Schul-, Kreis- und Gauverboten über Einziehungen zu Arbeitsdienst und Wehrmacht spannt sich der Bogen bis hin zur „Euthanasie“ im Rahmen der „Aktion-T 4“, zum Tod im Zuchthaus (Pater Athanasius Gerster) und zur Hinrichtung am Schafott (Pater Edmund Pontiller). Anfang Juli 1941 fiel das Stift Lambach dem NS-Klosterraub zum Opfer und wurde beschlagnahmt und enteignet („aufgehoben“). Abt und Mönche wurden bis auf einen Restkonvent aus dem Kloster ausgewiesen. Im Klosterareal etablierte sich eine „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“ (NAPOLA) als NS-Eliteschule mit gigantomanischen Um- und Ausbauplänen. Unmittelbar nach dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen am 4. Mai 1945 wurde das enteignete Stift den Benediktinern von Lambach provisorisch restituiert. Johann Großruck geht auch auf die angeblichen Verbindungen zwischen dem Stift Lambach dem lokalen „Hitlermythos“ und der hiesigen „Hakenkreuzlegende“ ein. Hier war Adolf Hitler Volksschüler und Sängerknabe (1896-1898) und hier hat Abt Theodorich Hagn sein persönliches Wappen, kombiniert aus dem Familiennamen und dem Benediktinerkreuz, als heraldische Spur seiner Regierungszeit (1858-1872) hinterlassen. Daraus wurde die vielfach publizierte These abgeleitet, der Knabe Hitler habe von diesem „Hagn-Kreuz“ den Impuls für das „Haken-Kreuz“ bekommen.

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www.wagnerverlag.at/content/benediktinerstift-lambach